Josef Franz Römisch. Großes Vorlagenwerk für die Glasindustrie.
Josef Franz Römisch (1788 – 1832)
Aus dem großen Vorlagenwerk für die Glasindustrie. Vorlagen- bzw. Musterbuch für Zier- und Gebrauchsglas.
je ca. 50 x 60 cm, teilweise handkoloriert. Einzelblätter einer Mustermappe des böhmischen Glashändlers und Grafikers Josef Franz Römisch aus Steinschönau in Nordböhmen.
Josef Franz Römisch (1788 – 1832) war ursprünglich Glashändler mit Geschäftsverbindungen nach Hamburg und Russland. Der österreichische Staatsbankrott von 1811 und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten als Folge der napoleonischen Kriege hatten ihn jedoch gezwungen, das Geschäft aufzugeben. Als Maler und gewandter Zeichner – Franz Friedrich Palme nannte ihn später „einen der besten Glaszeichner“ – entschloss er sich zur Herausgabe eines „Großen Vorlagenwerks für die Glasindustrie“, an dessen Verwirklichung er viele Jahre gearbeitet hat. Diese Musterbücher wurden nicht von Glasmanufakturen herausgegeben, sondern von Glashändlern, die damit für die Glasmanufakturen, mit denen sie zusammenarbeiteten, wie z.B. Johann Meyr, Adolfshütte in Winterberg, Vorlagen für Gläser zeichneten, von denen sie vielleicht hofften, bei den Kunden besseren Umsatz zu machen.
Römischs Werk ist der besterhaltene und umfangreichste Katalog von Gebrauchs- und Luxusgläsern der Biedermeierzeit. (Seyfert, Ingeborg „Römisch, Josef“ in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 728-729 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139268995.html#ndbcontent
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